Rezepte aus den Bergen – Polenta mit Kürbis

Beste Freundinnen sind die Polenta und ich noch nicht geworden – zumindest nicht in der heimischen Küche. Anders aber in den Trentiner Dolomiten, wo der Maisbrei zu den Standartgerichten fast jeder Berghütte gehört. Dort schmeckt das früher noch als Arme-Leute-Essen verpönte Gericht einfach unglaublich gut!

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Dort im Rosengarten gibt es sie: total leckere Polenta! Den Wandertipp dazu findet Ihr hier.

Das liegt sicherlich nicht nur an dem überbackenen Bergkäse, der würzigen Tomatensoße oder den gebratenen Pilzen, die dazu gereicht werden. Die Polenta wird nämlich in vielen Landküchen Norditaliens noch traditionell zubereitet. Am besten schmeckt´s, wenn man Polenta mittlerer Mahlstärke nutzt. Und dann wird gerührt und gerührt! Mitunter auch schon mal eine Stunde lang und nach Meinung der Experten auch ja nur in eine Richtung! So richtig original wird es erst bei Benutzung eines kupfernen Topfes über offenem Feuer.

Wenn es dann wie bei mir aber hoppladihopp gehen soll, nutzt man sogenannte Instant-Polenta, fein gemahlen und schon vorgegart. Da kann man sich so viel Mühe mit dem Rühren geben, nach 10 Minuten hat man – zumindest ich – nur noch einen klebrigen, geschmacklosen Breikloß im Topf. Schade, da konnte auch der würzige Bergkäse und der pürierte Hokkaidokürbis nicht mehr viel retten und so blieb ich nach einem trauten Abendessen mit der Familie auf einem riesigen Haufen Maisbrei sitzen. Kennt Ihr noch das Märchen der Gebrüder Grimm, in dem ein Topf nicht aufhört, Brei zu kochen und eine ganze Stadt unter sich begräbt? Das fällt mir gerade zufälligerweise ein…

Aber nützt ja nix, die Polenta soll ja nicht weggeschmissen werden. Daher streiche ich sie in eine flache Auflaufform und schneide sie am nächsten Tag in rechteckige Stücke. Die werden vorsichtig angebraten und was soll ich Euch sagen? Dann schmeckt sie, meine Kürbispolenta! Sogar sehr, sehr gut. Auch ohne eine Stunde lang nur in eine Richtung gedreht zu haben.

Zutaten:

  • 150 g Polenta
  • 350 g gewürfelter Hokkaidokürbis
  • 400 ml Wasser
  • 200 ml Milch
  • 70 g würziger Bergkäse
  • 2 El Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Öl zum Anbraten

Den Kürbis in wenig Wasser weich dünsten, bis man ihn pürieren kann.

Wasser und Milch dazugeben und erhitzen. Bevor es anfängt zu kochen, Polenta einrühren und je nach Packungsangabe unter Rühren leicht köcheln und bis zu 10 Minuten quellen lassen. Salzen und pfeffern und weitere 20 Minuten quellen lassen. Umrühren nicht vergessen!

Den geriebenen Käse und die Butter dazugeben, und rühren, rühren, rühren!

Solltet Ihr die richtige Polentasorte erwischt habt, schmeckt es jetzt schon. Ansonsten den Brei in eine flache, rechteckige Form geben und erkalten lassen. Wenn die Masse fest geworden ist, in Scheiben schneiden. In Bratöl vorsichtig anbraten. Bisschen Crema di Balsamico drauf, Tomatensalat dazu und fertig! Buon appetito!

Rezepte aus Italien mit Polenta

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „Rezepte aus den Bergen – Polenta mit Kürbis

  1. Das hört sich ja ganz köstlich an! Und die Fotos sind auch noch so extrem appetitanregend!
    Mit Polenta habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht gekocht. Das werde ich nun mal schleunigst ändern und Polenta nicht nur im Restaurant bestellen, wenn es die Speisekarte denn mal hergibt ;o)
    Danke, dass Du dieses Rezept geteilt hast!

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