Brennesselknödel – Spezialität aus Südtirol

Ich liebe Knödel! In allen (vegetarischen) Varianten, und gerade in Südtirol gibt es ja einige davon. Komme ich hungrig auf einer Hütte oder Alm an, und es gibt keine oder nur Speckknödel, bin ich immer erstmal ein bisschen enttäuscht.

Aber meist habe ich ja Glück, und so habe ich es in einem Südtirolurlaub mal auf 9 verschiedene Sorten geschafft! Nicht auf einmal, aber fast. Auf einer Wanderung vom Ritten runter nach Bozen auf dem Keschtnweg konnte ich mich am Partschuner Hof zwischen den vielen Knödelsorten nicht entscheiden, und die nette Wirtin brachte mir einfach alle. Und das waren fünf verschiedene! Den weiteren Weg konnte ich mich dann runterrollen lassen mit meinem Knödelbauch! Übrigens war dies eine wunderschöne Wanderung mit tollen Ausblicken auf die Dolomiten, von der ich gerne mehr berichtet hätte. Ja, wenn ich den Akku vorher wieder in die Kamera getan hätte… So konnte ich nur ein paar schlechte Handyfotos schießen, dessen Akku sich auch des Ende näherte und sparsam eingesetzt werden musste.

Apropos schlechte Fotos: hin und wieder, so wie heute auch, möchte ich ja Rezepte, die etwas mit den Bergen oder dem Draußensein zutun haben, vorstellen. So gerne ich aber koche, umso schlechter kann ich von den Ergebnissen brauchbare Fotos schießen. Ich beneide da all die tollen Foodblogger!

Egal, da müsst ihr jetzt durch! Und die Brennesselknödel sind es absolut wert! Schon öfter habe ich gelesen, dass sie eine Südtiroler Spezialität sind, vor allem im Frühling. Zu dieser Jahreszeit war ich aber noch nie dort und konnte sie daher nicht probieren. Da ich aber einen wilden naturnahen Garten besitze, finden sich dort allerlei Kräuter. Auch Brennesseln. Den besonders naturnahen Teil haben wir sogar extra abgetrennt, damit unser Hund die dort brütenden Vögel nicht stört. Darum kann ich die Brennesseln also ohne Gefahr, dass darüber markiert wurde, sammeln. Zu dieser Jahreszeit sind die Pflänzchen noch sehr zart und nicht von Schmetterlingsraupen oder anderen Insekten bevölkert.

brennesseln-fuer-knoedel

Das Rezept für die Brennesselknödel habe ich übrigens in einem Kochbuch gefunden, das ich hier mal vorgestellt habe. Und ich sehe gerade, ich habe es abgeändert, allerdings unfreiwillig. Habe die doppelte Menge an Brennesseln genommen…

Rezept für Brennesselknödel

  • 250 g Knödelbrot (ich nehme da vorgeschnittenes aus der Bäckerei, manchmal findet man es auch im Supermarkt. Sonst altbackenes, ungesüßtes Weißbrot in Würfel schneiden)
  • 100 ml Milch
  • 100 g Bergkäse
  • 100 g Brennesseln
  • 2 Eier
  • 1 El Mehl
  • Salz
  • Butter zum Anbraten
  • Parmesan und geschmolzene Butter zum Servieren

Brot mit erwärmter Milch übergießen. Den Käse reiben, die Brennesseln fein hacken (mit Handschuhen!). Alles zusammen mit den Eiern, Mehl und Salz vermischen und durchkneten. Zu Knödeln formen, etwas flach drücken und in Butter oder Öl kurz von beiden Seiten anbraten.

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Knödel ca. 10 Minuten kochen.

Am besten schmecken sie mir einfach nur mit geschmolzener Butter und geriebenem Parmesan.

FRESH

Mit der Menge der Brennesseln hatte ich mich – wie ich gerade beim Durchlesen des Originalrezeptes festgestellt habe, also etwas vertan. Es hat aber trotzdem gut geklappt und vor allem wunderbar geschmeckt! Allerdings habe ich mit einem Teil der Teigmasse versucht, Knödel ohne vorheriges Anbraten zu kochen. Das ist ein wenig daneben gegangen, da sie teilweise zerfallen sind. Ob das vielleicht an den zu vielen Brennesseln lag? Die Variante, sie vorher kurz anzubraten, verhindert das jedenfalls. Auch wenn die Knödel dann nicht so schön kugelrund aussehen.

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4 Gedanken zu „Brennesselknödel – Spezialität aus Südtirol

    1. Dankeschön! Ja, es war sehr lecker! An meinen Essensfotos muss ich aber noch etwas arbeiten. Wenn ich mir die vielen, tollen Foodblogs angucke, werde ich immer ganz neidisch 😉.
      Viele Grüße
      Carolin

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    1. Hallo Antje!
      Na, das ist doch die perfekte Kombination!
      In Knödel könnte ich mich auch reinlegen, die sind so lecker!
      Mit Brennesseln hatte ich bisher noch nie was gemacht, außer Brennesseljauche für den Garten. Das war aber nicht so appetitlich…
      LG Carolin

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