Liebster Award – 21 Fragen, 21 Antworten

Bergzeiten und Flachlandabenteuer wurden zum Liebsten Award nominiert! Und zwar von der lieben Anna, die auf ihrem Blog Wanderanna über Wandern, Reisen und auch Alltägliches berichtet. Anna ist – glaube ich – mindestens genauso gerne wie ich in Bewegung, darum geht doch mal dort gucken, wenn ihr den Blog mit dem tollen Namen noch nicht kennt.

Der Liebste Award ist aber für euch schon ein bekannter Begriff, oder? Ein bisschen ähnelt er einem digitalem Kettenbrief. Seit ein paar Jahren geistert er durch die Bloggergemeinschaft und bietet nicht nur uns Bloggern, sondern auch allen anderen Lesern die Möglichkeit, empfehlenswerte Blogs kennenzulernen. Normalerweile ist es so, dass 10 oder 11 Fragen beantwortet und dann einer beliebigen Anzahl anderer Blogs neue Fragen gestellt werden.

11 Fragen? Und wieso addiere ich direkt 10 Stück dazu, werdet ihr zu Recht fragen! Fast zeitgleich kam nämlich auch von Sandra vom Dreipunktecharlie die Anfrage, ob ich Lust auf den Liebsten Award hätte. Sandra erzählt auf ihrem Blog einiges über ihre ehemaligen Strassenhunde. Einer der beiden, nämlich der Charlie, leidet an einer fortschreitenden Erblindung. Leidet? Ihre Berichte darüber machen zwar deutlich, was so eine Krankheit im Alltag bedeutet, zeigen aber gleichzeitig, dass auch ein Hund mit Behinderung eine Riesenmenge Lebensqualität haben kann.

Ich werde übrigens im Anschluss an die Antworten mich mal ausnahmsweise nicht an die üblichen Regeln halten und keine weiteren Blogs nominieren. Nicht, weil mir das Netzwerken unter Bloggern unwichtig ist, ganz im Gegenteil. Aber da ich gerade eine kleine, aber hoffentlich feine Interviewreihe hier auf dem Blog vorbereite und in dieser sicherlich auch mal den ein oder anderen Blogger, der im weitesten Sinne etwas mit der Outdoorwelt zu tun hat, vorstellen möchte,denke ich mir gerade eh eine Menge an hoffentlich interessanten Fragen aus. Ansonsten findet ihr (oben im Menü) eine, nicht vollständige, Reihe von meinen Lieblingsblogs

Jetzt aber zu Annas Fragen:

1. Was verstehst du unter „in Bewegung bleiben oder sein“? Betrachtest du diese Aussage eher physisch oder philosophisch?

In erster Linie denke ich dabei ans Laufen, Wandern, Spazieren, Radfahren. Egal in welchem Tempo, hauptsache draußen! Ein Tag ohne, ist für mich meist ein schlechter. Ich brauche die Bewegung an der frischen Luft, notfalls auch im Regen, um den Kopf und meine Gedanken durchzupusten, frischen Wind um die Ohren zu bekommen.

2. Was unternimmst du für deine persönliche Weiterentwicklung?

Oh je, wahrscheinlich zu wenig. Ich nehme mir immer unglaublich viele Sachen vor. Es scheitert dann aber manchmal an zu wenig Zeit und der eigenen Bequemlichkeit. Ich hoffe aber, diesen Winter dazu nutzen zu können, endlich mal meine Sprachkenntnisse aufzufrischen. Ich wohne so nah an den Niederlanden, bin wirklich oft dort und kann die Sprache immerhin ganz gut verstehen. Selber sprechen geht aber nicht wirklich weit über die Bestellung von Een friet speciaal in der Pommesbude hinaus.

3. Wie motivierst du dich nach einer Niederlage weiterzumachen?

Die Erfahrung von 4 Jahrzehnten (bitte überlest die Zahl!), dass es nach jeder Niederlage doch irgendwie weitergeht.

4. Was hat Dich heute schon zum Lächeln gebracht?

Glücklicherweise kann ich mich eigentlich fast immer auch über klitzekleinen Sachen freuen, von daher bringt man mich schon mal leicht zum Lächeln. An manchen Tagen ist das vielleicht nicht immer so, aber mein Chaoshund schafft es dann doch meist (nachdem er mich erstmal zum Verzweifeln gebracht hat…). Zum Beispiel, wenn er wie heute sich weigert den nassen Rasen im Garten zu betreten, aber während des Spazierganges durch jedes Matschloch robbt!

5. Was ist dein bester Gute-Laune-Tipp? Was tust du, damit sich deine Laune sofort hebt?

Jetzt im Herbst/Winter? Rausgehen, auch bei schlechtem Wetter. Zu Hause dann den Kaminofen anfeuern, Pizza bestellen, ein schönes Gesellschaftsspiel rausholen und mit Familie oder Freunden spielen.

6. Welchen Stellenwert hat dein Hobby und Blogthema in deinem Alltag?

Natürlich einen hohen! Nicht immer einfach, sich die Zeit dafür freizuschaufeln. Aber schon alleine der Hund „zwingt“ einen nach draußen!

7. Hat das Bloggen Auswirkungen auf deinen Umgang mit Information oder Sprache?

Ich glaube, nicht. Meist schreibe ich einfach drauf los und denke beim späteren Lesen: ohjemine, was habe ich denn da verzapft. Wenn ich auf dem Blog aber Informationen weitergeben möchte, bin ich dann allerdings sorgsamer mit meinen Vorbereitungen und recherchiere gerne intensiver.

8. Was ist deine meistgenutzte Ausrüstung? Sei es für den Blog, dein Hobby oder deinen Alltag.

Wahrscheinlich meine Wanderschuhe. Ich trage eigentlich fast immer welche und könnte nicht darauf verzichten, egal ob ich im Flachland oder alpin unterwegs bin.

9. Was wird es in 10 Jahren nicht mehr geben, aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung?

Puh, das ist ganz schön schwierig, vorauszusehen. Wer hätte schon vor 10, 15 Jahren gedacht, dass es irgendwann mal kaum noch Fotofilme für Kameras gibt und man sich nicht mehr überlegen muss, bei welchen Lichtbedingungen man die nächsten 24 oder 36 Fotos machen wird. Oder dass Handys erst viel, viel kleiner werden und dann auf einmal wieder riesig… Meine Befürchtung ist, das es kaum noch Handgeschriebenes geben wird. Dabei freue ich mich immer ganz besonders über eine Postkarte aus dem Urlaub oder (was jetzt schon kaum vorkommt) einen Brief.

10. Welches Buch empfiehlst du und warum?

Im Moment habe ich eine kleine Leseflaute. Ich lese gerade so viel in anderen Blogs, in den vielen Sozialen Medien, dass das Bücherlesen leider ein wenig zu kurz kommt. Dabei gibt es eigentlich nichts Schöners als in ein Buch einzutauchen, kaum aufhören zu können mit dem Lesen und zum Schluss fast schon ein bisschen traurig zu sein, dass es zu Ende gelesen ist.

11. Und als letzte Frage, möchte ich wissen: Was ist dein Lieblingstier?
Diese Frage als kleines Denkmal an die Freundschaftsalben der Schulzeit.🙂

Genau bei dieser Frage habe ich damals endlos lang geantwortet und die Zeilen in den Freundschaftsbüchern mit meinen Lieblingstieren vollgequetscht. Deswegen mache ich das jetzt auch hier: Eichhörnchen, Kaninchen, Ziege, Murmeltier, Steinbock, Marienkäfer, Rotkehlchen, Storch, Wombat, Orang Utan, Kranich und noch viele mehr, aber ganz besonders mein Chaostier!

Und hier kommen Sandras Fragen:

1. Was ist Deine Motivation, einen Blog zu schreiben?

Mein Blog war erstmal nur ein Experiment. Ein kleiner Versuch, zu testen, ob irgendwen meine Geschichten rund ums Wandern überhaupt interessieren. Mit zunächst kaum Ahnung, wie dieses Internetgedöns funktioniert, war ich umso überraschter, dass tatsächlich so einige Menschen auf meinen Blog fanden. Mittlerweile freue ich mich natürlich über jeden weiteren Leser. Die größte Motivation finde ich aber darin, dass ein paar wenige Menschen mich dabei ganz von Anfang an und nun immer noch begleiten.

2. Wie steht Dein Hund zu Deinem Blog und würde er genauso über sich schreiben?

Würde Panda lesen können, wäre er wohl ein wenig gekänkt, dass er nicht die Hauptrolle in meinem Blog spielt. Könnte er schreiben, wäre dies ein reiner Hundeblog. Er ist – bis auf wenige Aussetzer – ein total lieber, netter Hund. Aber er ist auch ein bisschen egozentrisch und meint manchmal, die Welt dreht sich nur um ihn, Besuch kommt nur seinetwegen und alles Essbare ist für ihn gedacht! Weil ich ihn aber so gerne habe, wird er natürlich immer wieder Thema in meinen Geschichten und Beiträgen sein!

3. Wie ist der Name deines Blogs entstanden?

Anfangs hieß er nur Bergzeit. Die Alpen und Bergtäler sind nun mal meine großen Sehnsuchtsorte. Auf Grund meines Wohnortes hier am Niederrhein, wo es mich genauso nach draußen zieht, kamen aber nun auch die Flachlandabenteuer dazu.

4. Hast Du ein besonderes Ritual mit Deinem Hund, auf das Du nicht verzichten könntest?

Viele Rituale hat er eigentlich eingeführt. Zum Beispiel wenn er Hunger hat, und mir seine Futterschüssel bringt. Mich immer wieder anspringen will, (da hat meine Erziehung voll versagt), wenn ich mal länger als´ne 1/2 Stunde etwa weg war, oder mich eindringlich ansieht und mich zum Kaninchen lotst, damit er vorm Stall sitzen darf (ich nenne das immer Teletubbies für Hunde). Aber so sehr so etwas im Alltag manchmal nervt, man möchte es nicht mehr missen!

5. Was bewegt Dich persönlich? Was ist Deine Leidenschaft?

Menschenschicksale, egal wo sie passieren und wem, bewegen mich schon sehr stark. Und um es mal mit dem guten, alten Rilke zu sagen:

„Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antwort hinein.“

6. Was bedeutet Heimat für Dich?

Lange Zeit war mein Heimatort für mich gleichbedeutend mit Spießigkeit, Provinz und Langeweile. Wenn man dann mal für einige Zeit weg war, ein wenig Großstadtleben erfahren konnte, nimmt man seine Heimat wieder ganz anders wahr. So entdecke ich gerade viele wunderschöne Landschaften direkt vor meiner Haustüre. Müsste ich den Begriff Heimat aber definieren, wäre er für mich weniger mit Geografie, sondern eher mit vertrauten Menschen verbunden.

7.Was ist Dir (an Dir oder Deinem Hund) so richtig peinlich?

Da muss jetzt natürlich wieder der Hund herhalten… Peinlich an ihm ist bzw. glücklicherweise war, dass er mich als vollkommen inkompetente, überforderte Hundehalterin erscheinen ließ. Ok, es wird langsam besser, wir fallen nicht mehr so oft auf wie anfangs. Aber unvergessen sind dämliche Sprüche wie: Naaaa, da will aber einer zeigen, wer der Chef ist. Oder der Nachbar, der mir sein Elektroschockhalsband (für den Hund natürlich) leihen wollte. Ich habe es natürlich nicht angenommen.

8. Sommer oder Winter?

Eigentlich mag ich jede Jahreszeit und fast jedes Wetter, wenn es nicht zu extrem ist. Am liebsten ist mir aber der Frühling, wenn das Leben in der Natur erwacht.

9. Was macht Dich glücklich?

Neben der Tatsache, dass es der Familie und Freunden gut geht, sind es oft die kleinen Dinge im Leben, die glücklich machen. Und alleine, dass mir dies reicht und ich ohne Luxus auskommen könnte, macht mich froh.

10. Hast Du ein Reiseziel, zu dem es Dich immer wieder zieht?

Ja. das ist ein ganz kleiner Bauernhof in Südtirol. Jeden Herbst seit 7 Jahren fahren wir dorthin. Jedesmal denke ich mir, dass es das letzte Mal ist. Die Ferienwohnung dort ist winzig und nicht wirklich gut ausgestattet. Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist zu Fuß erst in mehr als einer Stunde erreichbar. Unser Hund dreht vor lauter Hofkatzen am Rad. Aber.. ansonsten ist es Idylle pur. Eine wunderschöne Landschaft, kaum Autos, die Dolomiten vor der Haustüre, Kind will jeden Abend pünktlich zur Stallarbeit da sein und wir gehören schon ein kleines bisschen zur Bauernhoffamilie dazu. Darum ist der nächste Herbsturlaub dort auch schon wieder gebucht!

Danke nochmal, Anna und Sandra für eure Nominierungen! Ich hoffe, ich habe nicht zuviel Quatsch erzählt! Eigentlich rede ich hier schließlich lieber über Berge und Landschaften als über mich…

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6 Gedanken zu „Liebster Award – 21 Fragen, 21 Antworten

    1. Gerne😊! Es hat mir viel Spaß gemacht. Und ich fand es auch toll, von einem „richtigem“ Hundeblog nominiert zu sein. Ich lese selber am liebsten Hundeblogs, schreibe aber gar nicht so oft über dieses Thema. Von daher nochmal vielen Dank!
      LG Carolin

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    1. Hallo Anna!
      Danke Dir! Das erste Interview erscheint nächste Woche mit einer Buchautorin und Bloggerin, die einen historischen Roman, der im ladinischen Teil Südtirols spielt, geschrieben hat. Ein paar andere Ideen sind schon in Vorbereitung, aber ich bin immer auf der Suche nach weiteren interessanten Outdoormenschen (Wink mit dem Zaunpfeil…)!
      Liebe Grüße
      Carolin

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