Kastanienherzen aus Südtirol

Kastanienherz in Südtirol

Bevor die Plätzchenbackzeit bald anfängt, möchte ich euch noch eine Südtiroler Herbstspezialität vorstellen. Auf das Kastanienherz freue ich mich nämlich jedes Jahr im Herbst, wenn es wieder nach Südtirol geht. Etwas ähnliches habe ich hier in Deutschland noch nie entdeckt. Kein Wunder, gehört die Kastanie doch in allen Varianten auf die herbstliche Speisekarte in Südtirol.Die einfachste Version findet sich dort an vielen Straßenecken und Einkehrstationen: das Rösten am offenen Feuer. Aber auch Knödel, Brot, Eis und sogar Bier aus Kastanien gibt es.

Zu Ehren der Kastanie  gibt es nicht nur Feste und Mottowochen, sondern auch die sogenannten Keschtnwege. Keschtn – so werden die Kastanien nämlich in Südtirol genannt. Der bekannteste Keschtnweg verläuft zwischen Brixen und Bozen. In mehreren Tagesetappen lässt sich die Strecke durch Kastanienhaine, Weingebiete und kleine Dörfchen erwandern. Der schönste Teil war meiner Meinung nach der zwischen Feldthurns und Klausen. Aber auch auf den anderen Etappen hat man immer wieder tolle Ausblicke auf die gegenüberliegenden Dolomiten.

So, aber zurück zum Kastanienherz. Man bekommt es eigentlich in fast jeder Bäckerei. Die Kombination aus dem Kastanienpüree, knackiger Schokolade und geschlagener Sahne ist soo lecker und lässt mir jetzt beim bloßen Gedanken daran, das Wasser im Mund zusammenlaufen! Darum wollte ich nicht wieder ein ganzes Jahr darauf warten. Tatsächlich ist das Rezept gar nicht so schwer. Anders als ich es als Backgrobmotorikerin erwartet hätte! Allerdings habe ich, damit es selbst mir gelingt, statt frischen Kastanien, Kastanienpüree aus der Dose genutz. Wahrscheinlich ein Trugschluss. Erstens viel teurer, zweitens wird das Innere des Herzens dadurch ein wenig zu weich. Das nächste Mal versuche ich es also auch mit den frischen Früchten.

Rezept Kastanienherz

  • 1000 g Kastanien
  • 200 g Puderzucker
  • 200 g dunkle Kuvertüre
  • 200 ml Sahne
  • 2 El Zucker

Die Kastanien ca 60 Minuten ungeschält kochen, in der Mitte durchschneiden und das Mark mit einem Löffel herausholen. Nun durch eine Kartoffelpresse drücken und mit Puderzucker vermischen, dass eine formbare Masse entsteht.

Aus der Masse Herzen formen und in geschmolzene Kuvertüre tauchen, aber nicht ganz. Die Herzen nun auf Alufolie oder Backpapier trocknen lassen. Sahne mit Zucker steif schlagen und auf die Herzen geben. Die Schokoglasur bricht leicht. Bei mir hat sich dann auch das Herz zu einem Kreis oder sonstwas verformt. Schmeckte aber trotzdem!  Da das Auge aber bekanntlich mit isst, hier ein Foto von einem käuflich erstandenem Kastanienherz.

Kastanienherz in Südtirol

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4 Gedanken zu „Kastanienherzen aus Südtirol

  1. Hallo Carolin,

    mmmh – das klingt sehr fein!
    Anscheinend hat jede Gegend ihre eigene Kastanienspezialität. Bei uns in der Schweiz isst man Vermicelles – das sind pürierte Kastanien in der Konsistenz von Spaghetti. Mit Kirschwasser und Sahne.
    Da ich ein großer Schokoladenfan bin, würde mir die Südtiroler Variante glaube ich mehr zusagen. Das Kirschwasser kann man ja von den Schweizern übernehmen…
    Liebe Grüße
    Biene

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Biene!

      Da hast Du mich aber neugierig gemacht! Diese Vermicelles kannte ich noch gar nicht und habe gleich mal gegoogelt. Sie sehen ja auch sehr lecker aus, auch wenn sie angeblich mit Würmchen übersetzt werden. Wenn es denn stimmt, was ich gerade darüber gelesen habe.
      Viele Grüße vom Niederrhein in die Schweiz
      Carolin

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