Zu Gast beim Bergzeitenblog: Die Mannufaktur

Wildkräutersalat

Ein schöner Nebeneffekt beim Bloggen ist, andere Blogger kennenzulernen, sich auszutauschen oder gegenseitig zu unterstützen. Oft schreibt man über ähnliche Themen, manchmal hat man aber auch ganz andere Schwerpunkte. So wie Patrick, der das Blogazin Die Mannufaktur betreibt. Der Name ist Programm, es geht quasi um das „Kind im Manne“. Und als Mama kann ich bestätigen, dass nicht nur Väter dort viel Lesenswertes und originelle Ideen fürs Familienleben finden! Wenn ihr neugierig geworden seid, dann klickt mal weiter. Aber erst den tollen Gastartikel von Patrick lesen! Hier kommt er:

Wildkräutersalat – gesund, lecker und (fast) leicht zu machen

Wenn man draußen unterwegs ist, beispielsweise auf einer Bergtour oder einer Wanderung im Wald, kann man am Wegesrand viele essbare Dinge entdecken. Da wären zum Beispiel Beeren, Pilze, Früchte oder auch wilde Kräuter. Besonders für Kinder, die in der Stadt aufwachsen, kann die Entdeckungstour in der Natur sehr spannend und aufschlussreich sein. Nahrungsmittel wachsen nämlich nicht im Supermarktregal, sondern draußen auf Feldern oder Wiesen.

Was gibt es Schöneres als sich sein Essen selbst zu suchen, es zu zubereiten und dann genüsslich zu verspeisen? Vor allem ohne dafür auch noch Geld ausgeben zu müssen? Alles was wir Menschen für unsere Versorgung benötigen, ist draußen zu finden. Das ist zwar aufwändig und in der Praxis kaum täglich umzusetzen, aber es ist möglich und in Einzelfällen wie beispielsweise einem Ausflug durchaus machbar.

Wie weiter oben schon angesprochen, gibt es in der Natur viel Essbares zu entdecken. Ich möchte mich heute aber auf einige Wildkräuter beschränken und zeigen, wie man daraus einen tollen Salat machen kann.

Wildkräutersalat
Ein Salat mit selbstgepflückten Kräutern ist eine tolle Beilage zum Essen. Foto von Patrick Weseloh

Zu allererst will ich mich aber kurz vorstellen: Mein Name ist Patrick, ich bin Vater einer Tochter, komme aus Berlin und ich betreibe ein Blogazin für Väter namens „Die Mannufaktur”. Auf meiner Seite geht es hauptsächlich um DIY, Essen und um Sachen, die man als Vater mit seinen Kindern in der Freizeit machen kann.

Genug zu mir und zurück zu den Wildkräutern 🙂  Wilde Kräuter sind wahre Vitaminbomben und stecken voller guter und wertvoller Dinge. Ein gut zusammengestellter Salat gibt also auf einer langen Wanderungen Kraft und Energie. Wer sein Essen noch etwas aufhübschen möchte, kann es noch mit essbaren Blüten dekorieren (auch davon gibt es einige).

Mein Rezept ist eigentlich sehr einfach: Sammeln, gut abwaschen, vermengen, essen, fertig!

Hier noch einige Beispiele für essbare Wildkräuter und Blüten:

Rauke (auch bekannt als Rucola)

Die Rauke schmeckt nussig-scharf, ist leicht bitter und enthält viele gesunde Senföle, Vitamine und Mineralstoffe. Wegen seines hohen Nitratgehalts sollte man sie allerdings nicht in rauen Mengen essen. Da die Blattstiele besonders viel Nitrat anreichern können, sind diese nicht zum Verzehr geeignet.

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Rucola, Foto von Patrick Weseloh
Rauke oder Rucola ist ein sehr würziges Kraut
Foto von Patrick Weseloh

Sauerampfer

Es gibt einige essbare Ampferarten. Die bekannteste ist wohl der Sauerampfer, der wegen seiner Inhaltsstoffe appetitanregend, harntreibend, blutreinigend und leberstärkend wirkt. Wie der Name schon sagt, schmeckt er säuerlich.

Sauerampfer
Sauerampfer, Foto von Patrick Weseloh

Schafgarbe

Schafgarbe findet man von Mai bis Oktober weiß blühend gerne auf Wiesen oder am Rand von Feldern und Wegen. Man kann sowohl die Blüten, als auch die Stängel und Blätter essen. Sie schmeckt kamilleähnlich mit einer Note von Anis, ist aber auch recht bitter. Man sollte es mit der Schafgarbe also nicht übertreiben – besonders nicht wenn Kinder mitessen.

Schafgarbe
Schafgarbe, Foto von Patrick Weseloh

Spitzwegerich

Alle Pflanzenteile des Spitzwegerichs sind essbar und können roh oder gekocht verzehrt werden. Direkt aus der Wiese gepflückt und roh verzehrt, haben die Blätter einen eher bitteren Geschmack. Sie sollten also mit anderen und nicht bitteren Wildkräutern gemischt werden.

Der Spitzwegerich hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung: Wenn man sich in der freien Natur verletzt und weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei hat, kann man ein paar Spitzwegerichblätter zerkauen, sie auf die Wunde auflegen und das ganze mit einem unzerkauten Blatt abdecken.

spitzwegerich
Spitzwegerich, Foto von Patrick Weseloh

Vogelmiere

Die Blätter der Vogelmiere schmecken wie junger Mais oder kleine Schoten. Da sie überhaupt nicht bitter ist, ist sie auch gut für Kinder geeignet. Die Vogelmiere enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem regt sie den Stoffwechsel an.

Vogelmiere
Vogelmiere. Foto von Patrick Weseloh

Pimpinelle

Wie die meisten Kräuter hat die Pimpinelle leicht bittere, aber auch würzige Komponenten. Sie ist ein guter Vitamin C Lieferant. Im Geschmack ist sie eher mild, frisch, und leicht nussartig. Der Duft erinnert etwas an Gurke.

Pimpinelle
Pimpinelle. Foto von Patrick Weseloh

Klee

Der Geschmack von Klee ist mild und erinnert an Erbsen. Auch er ist also eine tolle Ergänzung zu bitteren oder sauren Wildkräutern. Es sind nicht nur die Blätter, sondern auch die Triebe und die Blüten essbar. Klee ist eigentlich auf jeder Wiese zu finden und deshalb fast immer (in den Frühlings- und Sommermonaten) verfügbar.

Klee
Klee, Foto von Patrick Weseloh

Bronzefenchel

Bronzefenchel oder auch Fenchelgras genannt, ist ein frosthartes Wildkraut, das nicht nur einen aromatischen, leicht Anis lastigen Geruch hat, sondern auch so schmeckt. Im Vergleich zu richtigem Fenchel ist der Geschmack aber sehr dezent.

Bronzefenchel
Bronzefenchel. Foto von Patrick Weseloh

Blüten (Raukenblüte, Ringelblume und einige mehr)

Es gibt viele essbare Blüten. Darunter sind beispielsweise die Raukenblüte, die Ringelblume oder sogar Gänseblümchen. Auch die Blüten der Kapuzinerkresse sind essbar. Sie schmecken nicht nur gut, sondern sind auch ein echter Hingucker im oder auf einem Wildkräutersalat. Das Auge ist ja bekanntermaßen mit:-)
Vielen Dank an Carolin für die Möglichkeit diesen Artikel auf ihrem tollen Blog veröffentlichen zu dürfen. Ich hoffe, dass der ein oder andere Leser was daraus mitnehmen kann.

Danke auch Dir, Patrick,  für diesen schönen Gastartikel! Um Kräuter zu sammeln, muss ich  gar nicht weit wandern, da reicht schon ein Spaziergang durch meinen wilden Garten… Lustigerweise habe ich übrigens auf einer meiner letzten Bergtouren auf einer Hütte Nudeln mit Bergkräuterpesto gegessen. Bei den Kleeblüten war ich erst etwas skeptisch, aber jetzt weiß ich ja, dass sie essbar sind 😉

Nudeln mit Wildkräuterpesto auf einer Berghütte
Wildkräuter auf der Heilbronner Hütte im Verwall

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