33 x Vegetarisch – Ein Kochbuch aus Südtirol

Keine Sorge, ich mutiere jetzt nicht zur hundertmillionsten Foodbloggerin, dazu schieße ich zu grottenschlechte Essensfotos. Aber mir schmeckt es nun mal sehr gut in den Bergen und zu einer ordentlichen Wanderung gehört für mich auch eine zünftige Einkehr.

Da ich aber leider zu weit von den Alpen entfernt wohne, als dass ich das ständig machen kann, koche ich das ein oder andere Rezept auch schon mal gerne nach.

Darum habe ich mir vor einiger Zeit dieses kleine, ca 90seitige Kochbuch aus dem Athesiaverlag gekauft. Diese Reihe „So genießt Südtirol“ umfasst mehrere Bände, die jeweils 33 Rezepte umfassen. Von Knödeln über Strudel bis hin zu Antipasti, es sind viele Bereiche abgedeckt.

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Die Südtiroler Küche ist für mich eh unschlagbar, dann noch vegetarisch, also habe ich mir diesen Band gleich zugelegt.

Allerdings muss ich sagen, dass das Buch dann doch länger in meinem Kochbücherregal stand, ohne dass ich etwas daraus ausprobiert habe. Auf Anhieb hatte mich keins der Rezepte so angesprochen, dass ich sie direkt nachkochen wollte. Vielleicht verbinde ich das Südtiroler Essen auch zu sehr mit den Gerichten, die es auf den Almen und Hütten gibt. Darum war ich bisher auch begeisteter von der Knödelausgabe dieser Buchreihe, aus der ich schon einige leckere Sachen nachgekocht habe.

Bei näherem Hinsehen entdeckt man aber dann doch typische Südtiroler Zutaten wie Kastanien, Rohnen (rote Bete), Buchweizen, Radiccio oder verschiedene Käsesorten. Manche Rezepte sind mir zu aufwendig, wie die Buchweizentaschen oder selbstgemachte Ravioli mit Polentafüllung. Aber das ist ja eine Frage des Geschmacks und Könnens.

Auf jeden Fall sind die Kochanleitungen sehr verständlich geschrieben. In der Zutatenliste wird immer schon genau erklärt, in welcher Form die Zutaten verwendet werden. So kann man das ganze gut vorbereiten, ohne umständlich im Rezept zu suchen. Es gibt bei jedem Rezept Tipps und Änderungsvorschläge.

Weil ich mir irgendwann vorgenommen habe, jedem meiner gefühlt 1000 Kochbüchern eine Chance zu geben, habe ich vor kurzem eines der Rezepte ausprobiert. Und zwar die Kürbistörtchen auf Rahmsauce.

Und ich muss sagen, nicht nur ich war schwer begeistert. So begeistert, dass die kleinen Teilchen ratzfatz weggeputzt waren. Daher, für eine aufwendig inzeniertes Foodbild war weder Zeit, noch Geduld vorhanden. Wir hatten schließlich HUNGER!

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Das Rezept ist angegeben für 4 Personen. Es steht jetzt nicht dabei, ob als Haupt- oder Vorspeise. Aber auch wenn ich nicht die dazu empfohlene Rahmsauce gereicht habe, sondern einen gemischten Salat aus Portulak (Postelein), Tomaten und gebratener Zucchini, hat es so gerade für uns zweieinhalb Leute gereicht. Statt wie angegeben 4 Förmchen mit 8 cm Durchmesser habe ich 6 Tartletteformen mit 9 cm Durchmesser genutzt.

Eigentlich hatte ich dieses Rezept ausgesucht, weil es wundersamerweise monatelang meinen geliebten Hokkaidokürbis im Bioladen meines Vertrauens gab. Ausgerechnet dann war er nicht mehr zu bekommen, darum habe ich das ganze mit Süßkartoffeln gemacht, was das Ganze noch weniger alpin macht. Aber egal, es ist wirklich sehr lecker und hier kommt das Rezept:   


       Teig:

  • 150g Mehl
  • 70g Butter
  • 1 Eigelb
  • 2 EL Sahne
  • Salz    

  Kürbisfüllung:

  • 50g Lauch oder Zwiebeln, fein geschnitten
  • 1 TL Butter
  • 200g Kürbis, in Würfel geschnitten (ich habe die gleiche Menge Süßkartoffel genommen)
  • Salz, Pfeffer

Guss:

  • 80ml Milch
  • 60ml Sahne
  • 2 Eier
  • 1 EL Parmesan, gerieben
  • Salz, Pfeffer

Die Zutaten für den Teig rasch zu einem geschmeidigen Teig verkneten, mit Klarsichtfolie abdecken und mind. 30 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

Für die Füllung Lauch in einer Pfanne mit Butter dünsten, Kürbiswürfel dazugeben und langsam weich dünsten, mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Zutaten für den Guss verquirlen.

Den Teig ausrollen, die Formen mit Butter ausstreichen und mit dem Teig auslegen. Die Kürbisfüllung darauf verteilen und im vorgeheizten Backofen (180 Grad) etwa 20 Minuten backen.


 

 

Begeistert von diesen Törtchen werde ich demnächst auf jeden Fall noch andere Rezepte aus dem Buch ausprobieren. Zum Beispiel die Focaccia mit Gemüse, die Buchweizenblinis oder die gebackenen Hirsepralinen.

Besitzt ihr auch Köchbücher aus eurer Lieblingsferienregion? Wenn ja, erzählt doch etwas darüber in den Kommentaren weiter unten!

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2 Gedanken zu „33 x Vegetarisch – Ein Kochbuch aus Südtirol

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